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Dem Regen zum Trotz ….

September 2022

Am Sonnabend den 17.09.2022 fanden sich bei starkem Westwind und zunächst noch trockenem Wetter, vier Unerschrockene zum Flugbetrieb auf Bisperode-West ein.

Der Hang trug gut. Allerdings kamen auch die Regengebiete beständig näher. Nichtsdestotrotz starteten Dominik als PIC und Carsten als Co, zu einer kleinen Streckenflug Aufgabe. Die allerdings nach 48 Minuten und einer erflogenen Strecke von gut 65 km, mit einer Außenlandung bei Vorwohle südlich von Eschershausen gut endete.

Da sich einiges an Regen zusammenbraute, galt es zügig den Flugbetrieb einzustellen und die Rückhol Aktion zu starten. Enrico, Werner und Klaus machten sich auf den Weg nach Vorwohle. Vorher mußte noch der ASK 21 Anhänger aus dem Bunker geholt werden.

Kaum das wir am Außenlandefeld angekommen waren, schüttete es aus dem Himmel. Die Regenschauer hatten uns ein eingeholt. In beständigem Regen konnten wir die D-7721 in kürzester Zeit abrüsten und sicher verstauen.

Nach Rückankunft auf Bisperode-West gab es selbstredend ein Feierabend Bier und eine supergute Stimmung bei Piloten und Rückholern!! Auch solche Tage sind gute Flugbetriebstage. Schön und gut geflogen, sowie trotz widriger Umstände Spaß und Freude gehabt. So soll es sein.

Hier von Dominik ein paar Worte zum Flug der beiden. Dazu der flighttrack von WeGlide, der die Ausführungen von Dominik anschaulich macht.

Nach dem Start sind Carsten und ich zunächst zum Ith-Nordkopf geflogen. Mein Ziel war, zumindest 6 Schenkel für eine kleine Hangrunde auf WeGlide zusammen zu bekommen. Um die Schenkel noch zu verlängern, haben wir uns am Nordkopf vom Ith noch etwas Höhe geholt und sind dann am Windpark entlang Richtung Hasperde abgeglitten.

Nach dem Ausholen bis Herkensen sind wir dann Richtung Ithwiesen los. Auch dort war der Plan, mit der erbeuteten Höhe noch etwas über den Hils auszuholen um die Wertungsschenkel zu strecken, zudem genau auf dieser Linie eine gut entwickelte Wolkenstraße stand. Die Ithwiesen passierend sahen wir einen Schauer, der im günstigsten Fall auf unserem Rückweg nach Bisperode-West, kurz hinter uns die Ithwiesen passiert hätte.

Am Hils bei Holzen, im Nieselregen!, war sogar etwas steigen. Daraufhin mein Plan, so viel Höhe mitzunehmen um zum einen den Schauer südlich der Ithwiesen auszusitzen und zum anderen bei gesichertem Rückweg noch etwas mehr Höhe zur Schenkelausdehnung zur Verfügung zu haben. Nach einigen Zentrierkreisen kurbelten wir in mittlerweile mäßigem Regen solide 1,8m/s mit Ausschlägen bis 3m/s. Diese brachten uns unter der Wolkenstraße bis auf 1400 MSL. Der Wolkenstraße folgend sind wir mit einem geringen Höhenverlust von 150m noch bis zum Pumpspeicherwerk bei Naensen geflogen. Unsere Tragflächen waren bis dahin wieder trockengeflogen. Um nicht zu viel zu riskieren wendeten wir bei Naensen in 1200 MSL, mussten allerdings feststellen, das ein guter Teil der Wolkenstraße hinter uns zerfallen war oder auf dem Weg zu den Ithwiesen abregnete.

Zähneknirschend machten wir uns auf den Rückweg, verloren im Regen und mit nassen Tragflächen auf den ersten 5km direkt 700m an Höhe. Das „schwabbeln“ am Hils verringerte anschließend den weiteren Höhenverlust, konnte jedoch nicht verhindern, das unsere Ankunftshöhe auf die Ithwiesen bald 40m betrug, was angesichts des Hangwindes eigentlich kein Weltuntergang gewesen wäre, wenn wir nicht noch über das Waldgebiet bei Lenne hätten fliegen müssen. Aufgrund der Unlandbarkeit dieses Bereiches, der starken Nordkomponente des Windes und Fallgebieten mit mehr als -5m/s empfanden wir das passieren dieses Waldstückes als zu gewagt und entschieden uns für die Außenlandung.

Nachbarschaftsbesuch – der LSV Rinteln auf Bisperode-West

September 2022

Am Wochenende 10./11.09.2022 waren die beiden Fluglehrer Christine Grote und Uli Gmelin mit einer sechsköpfigen Flugschüler Gruppe bei uns zu Gast. Warum?

Die Idee von Christine war, an Ihrem Fluglehrer Dienstwochenende den Ausbildungspunkt, Start und Landung auf fremdem Platz in Form eines Mini Fliegerlagers umzusetzen.

Ein Punkt der Ausbildung, der Ihrer Meinung nach in Teilen stiefmütterlich behandelt wird und häufig genug sehr spät im Ausbildungsverlauf abgearbeitet wird. Oder auch mit einem Motorsegler imitiert wird.

Nicht zu vergessen die Topographie unseres Flugplatzes, die es fremden Segelfliegern, die nur topfebene Ideal Flugplätze kennen, es zunächst schwer macht hier zu fliegen. Also den Erfahrungshorizont schon sehr früh in der Ausbildung erweitern. 

 Gedacht, gesagt, mit Dominik und Klaus-Peter abgestimmt und getan. Uli mit einem Flugschüler bildete auf der ASK 21 des LSV Rinteln die fliegerische Vorhut. Christine und die weiteren Flugschüler kamen mit dem Auto hinterher.

 Das Wettergeschehen war nicht sehr ansprechend, was sich in der Teilnahme am Flugbetrieb niederschlug. Am Sonnabend einige Regenschauer die den Flugbetrieb unterbrachen und am Sonntag ein vergleichsweise später Flugbetriebsbeginn. Eine tiefe Wolkendecke war der Grund. Für unsere Nachbarn jedoch zum Vorteil geriet.

35 Starts waren es am Ende im Hauptflugbuch für die Rintelner Flugschüler.

 Text und Fotos: Klaus

Ein segelfliegerischer Sonntagsausflug

August 2022

Der 21. August 2022 war ein Bilderbuch Sonntag. Ein strahlend blauer Himmel mit lockerer Cumulusbewölkung, ein leichter Wind von gut 15 km/h bis in die Höhe. Also gut für Schönwetterflüge.

Für Andreas und Volkmar hieß es damit also über Land zu gehen. Andreas mit der LS-8 und Volkmar mit dem Discus – 2c.

Volkmar hatte sich Kassel, bzw. Der Dingel, als ersten Zielpunkt auserkoren. Von dem aus es nach Bohmte gehen sollte um von dort aus Westen kommend, wieder Bisperode zu erreichen. Der ganze Plan unter der Prämisse, wieder nach Hause zu kommen ohne das die Kameraden am Sonntag als Rückholer genötigt werden.

 Wie so oft im Segelfliegen ist der Plan das eine und der Flug dann doch etwas anders. In Höhe Höxter-Holzminden änderte sich aufgrund der Wolkenformation der Plan etwas. In Richtung Süden waren kaum Wolken. Also ging es jetzt in Richtung Osten nach Uslar. Ein paar Kilometer hinter Uslar, gab es die die Wende in Richtung Beverungen, Blomberg, Lemgo, Bad Salzuflen, Herford usw. bis Melle. Auch in Richtung Bohmte waren kaum Wolken, sodass in Melle die 2. Wende erfolgte und es nun zurück nach Bisperode ging. 

 Der Flug ist bei OLC und WeGlide gemeldet: 260km; 70km/h, also ganz entspannt und bei Arbeitshöhen zwischen 1000 – 1700m MSL fast immer im Gleitwinkel des eigenen Platzes. Die Steigwerte waren super, zwischen 1,5 m/s bis 4,5ms – integriert auch oft über 3m/s.

Alles in allem ein gemütlicher und gelungener Sonntagsausflug!

Text: Volkmar + Klaus

Bilder: Klaus

Prüfung erfolgreich

Juni 2022

Marcel ein weiterer UL Pilot

Für Marcel Hoffmann war der 14.08.2022 ein sehr guter Tag. Nicht nur das das sonnige Sommerwetter Lust auf den Flugplatz machte. Für Marcel stand der Prüfungsflug für die UL-Pilotenlizenz auf dem Programm. Unter den gestrengen Augen von Andreas Meyne , gleichzeitig auch Landesausbildungsleiter für Ultraleicht im Luftsportverband Niedersachsen (LSV NI), galt es den Prüfungsflug mit der Hauptaufgabenstellung „Flug durch eine TMZ“ erfolgreich durchzuführen.

 Um 10:00 war Start. Zunächst führte der Prüfungsflug nach Paderborn. Witterungsbedingt waren viele Segelflieger unterwegs, aber auch Motorflieger. Das bedeutete eine intensive Luftraumbeobachtung und die über FIS ausgesendeten Informationen gaben auch Informationen zum Motorfluggeschehen.

 Die Thermik, für Segelflieger heiß ersehnt, erforderte natürlich eine saubere Höhenhaltung die Marcel während seines Fluges bestens erledigte.

Eine weitere Aufgabe des Fluges war eine Außenlandeübung östlich von Bösingfeld. Aus 3.000 ft bis herunter auf 200 ft AGL meisterte Marcel die Herausforderung.

 Die Hauptaufgabe für Marcel war der Durchflug durch die TMZ von EDLP. Einwandfrei umgesetzt und die entsprechenden Verfahren angewendet.

 Abgeschlossen wurde der 1 Stunde und 22 Minuten dauernde und über eine Distanz von 185 km gehende Prüfungsflug, mit einer Ziellandung aus 2.000 ft Höhe in Bisperode-West und einem simulierten Triebwerksausfall nach dem Start. Hier traf Marcel die richtige Entscheidung, mit einer Umkehrkurve wurde das Flugzeug und seine Besatzung sicher zum Flugplatz zurückgebracht. Hierbei handelt es sich um eine sehr kritische Situation, die unmittelbar eine Entscheidung vom Piloten abverlangt. Eine Umkehrkurve ist immer sehr strittig und man muss schon genau abwägen unter Berücksichtigung von Höhe, Windstärke, Windrichtung und weiteren Faktoren, ob eine Umkehrkurve die richtige Entscheidung darstellt. In diesem Fall war es so.

 Text + Bilder: Andreas Meyne + Klaus Preen

Segelkunstflug-Lizenz – Marvin hat’s geschafft

Mai 2022

Kunstflug, ein Traum von Marvin. Diesen Traum hat Marvin wahr werden lassen und dazu Mitte Mai 2022 in Rhede (Emsland) einen Kunstflug Lehrgang besucht. Diesen hat Marvin erfolgreich bestanden und nun haben wir einen „zertifizierten“  Himmelsakrobaten bei uns im Verein.

Neugierig geworden durch die Kunstflug Vorführungen der Piloten um David Tempel vom LSV Gifhorn bei den Flugplatzfesten der vergangenen Jahre auf Bisperode-West. War der Lehrgang für Marvin seine erste Erfahrung mit Kunstflug.

Eine neue Erfahrung zu fliegen und ein Umdenken. Sind im Strecken- und Thermikflug eher moderate, leichte Ruderausschläge das Maß der Dinge, so ist beim Kunstflug der kräftige und starke Ruderausschlag gefragt. Es ist sehr ungewohnt und eine Umstellung.Dennoch, auch wenn der Rückenflug durch den ständigen Ruderdruck sehr anstrengend ist und die Anfängerschulung immer damit beginnt, missen möchte Marvin diese Erlebnisse nicht.


Sicherheitstraining beim LSV Hameln

Juni 2022

Trudel Training am 25./26.06.2022 auf Bisperode-West. Ein Dank an die beiden F-Schlepp Piloten Dominik und Carsten die uns in sichere 1.200 m über Grund schleppten damit wir das Gefahrentraining sicher durchführen konnten. Ein ganz dickes Lob an Helmut unseren Werkstattleiter, der gemeinsam mit Andreas, bevor das Training starten konnte, das Seitenruder der F-Schleppmaschine reparierte.

Dank natürlich auch an die helfenden Hände beim Startablauf und dem LSV NI. Klaus Stuwe und Günter Bertram vom LSV NI und das Förderflugzeug ASK 21 B des LSV NI machten den erfolgreichen Ablauf möglich. Am Ende der beiden Tage gab es bei allen zufriedene Gesichter. Bei den Teilnehmen, den beiden Trainern, den F-Schlepp Piloten.

Eine Wiederholung ist für das Herbstfliegerlager, die erste Ferienwoche der Herbstferien in Niedersachsen, ins Auge gefaßt.