Fliegerlager in Bayreuth 2020

Flugplatz Bayreuth von oben

Das diesjährige gemeinsame Fliegerlager des LSV Hameln und LSV Kreis Springe ließ die ca. 30 Teilnehmer zunächst lange zittern. Nachdem wir uns im Winter entschlossen hatten für dieses Jahr einmal etwas Neues auszuprobieren und das Fliegerlager in Richtung Süden nach Bayreuth, statt wie die vorherigen Jahre nach Kyritz zu verlegen, brachte das Frühjahr ein großes Fragezeichen mit sich. Auch wir blieben von den Einschränkungen, die das Coronavirus mit sich brachte, nicht verschont und lange war die Durchführung des diesjährigen Fliegerlagers ungewiss. Erst wenige Wochen vorher kamen die ersehnten Lockerungen und am 08. August konnten wir uns mit insgesamt 11 Segelflugzeugen, Gerätewagen, Hygienekonzept und Schutzmasken im Gepäck auf den Weg in das schöne Oberfranken machen.

Gegen Mittag trudelten dann die ersten Teilnehmer nach und nach auf dem Flugplatz Bayreuth auf dem Bindlacher Berg ein und wurden herzlichst von der LSG Bayreuth in Empfang genommen. Küchenzelt mit Essbereich wurden aufgebaut und es entstand die altbekannte kleine Zeltstadt. In guter bayrischer Tradition wurde natürlich direkt das erste Fass angestochen, das Flugplatzrestaurant On Top versorgte uns mit leckerer Pasta und der Fliegerurlaub konnte beginnen.

Essensausgabe unter Corona-Bedingungen

Die ersten Tage forderten uns direkt mit sehr hohen Temperaturen heraus, die sich auch körperlich belastend bemerkbar machten. Uns jedoch im Gegenzug mit sehr guten thermischen Bedingungen belohnten. Die ersten Strecken in Richtung Thüringer Wald, Fichtelgebirge, Oberpfälzer und Bayrischer Wald bis hin ins Erzgebirge wurden erkundet. Die weniger Streckenambionierten Piloten konnten sich mit dem Flugplatz und der Umgebung vertraut machen und die Flugschüler Fortschritte in der Ausbildung machen.

Neben dem täglichen Flugbetrieb war natürlich auch der Küchenbetrieb zu organsieren. Beim morgendlichen Briefing durch Patrick wurde daher nicht nur der jeweils gestrige Flugbetrieb ausgewertet und der des aktuellen Tages geplant, es galt auch die verschiedenen Aufgaben zu verteilen. So mußte für das Frühstück und den Tag eingekauft werden und der großen Hitze geschuldet hatten wir einen hohen Verbrauch an Mineralwasser am Start. Auch ein Abwaschdienst wurde gebraucht und für das gemeinsame Abendessen mußte ein Koch gefunden werden. 

Startvorbereitungen

Nach 5 Tagen Hitzeschlacht gab es dann die erste zweitägige Zwangspause. Der Wetterbericht drohte mit Gewittern und daher entscheiden wir uns in kleinen Gruppen die Stadt Bayreuth und Umgebung zu erkunden. Besonderes Interesse weckten das Fahrzeugmuseum Fichtelberg und die Biererlebniswelt der Maisels Brauerei, in der wir uns mit der Herkunft unseres abendlichen Durstlöschers vertraut machen konnten.

Gewitter im Anmarsch

Zum mittleren Wochenende wechselte dann die Besatzung etwas durch. Der LSV Kreis Springe musste sich leider überwiegend verabschieden und das Lager wurde etwas kleiner. Bremsen ließen wir uns davon jedoch nicht.

Die zweite Hälfte der ersten Woche und die zweite Woche brachten uns wechselhafte meteorologische  Bedingungen, aber, wie uns ein alteingesessener Bayreuther Pilot versicherte, zieht das schlechte Wetter immer knapp am Bayreuther Flugplatz vorbei und im Vertrauen auf diese Ortskenntnis (und einem regelmäßigen Blick auf das Regenradar) konnten wir fast jeden Tag fliegen. Dafür wurden wir mit schönen Flügen und einigen Streckenkilometern belohnt. Gerade unsere Überlandflugneulinge Marcel auf der ASK23 und Jasper auf dem Mistral, begleitet durch Dirk im Discus 2c, konnten in der zweiten Woche mit einem Dreieck Bayreuth – Bamberg – Coburg ihr Können unter Beweis stellen, während Patrick und Marvin im Duo ihr für dieses Jahr gesetzte Ziel eines 500km-Fluges doch noch verwirklichen konnten.

km machen hungrig
top Bedingungen

Am Tag vor der Abreise kamen dann noch Peter und Markus mit der WT9 zu Besuch „um nach dem rechten zu sehen“ und wurden von einer motivierten und fröhlich gestimmten Teilnehmergruppe in Empfang genommen, die sich nach zwei Wochen auf dem fremden Flugplatz eingelebt hat und sich ein bisschen wie zuhause fühlte.

fleissiger Fluglehrer im Dienst

Nach zwei Wochen mussten wir uns dann leider dennoch wieder auf den Heimweg machen. Bereichert um viele neue Erfahrungen, die Erinnerung an schöne Flüge und einen erholsamen Urlaub. Dieses Fliegerlager wird nicht nur wegen der ungewöhnlichen Herausforderungen und Eindrücke, die die Coronasituation mit sich brachte, dem harmonischen Miteinander, sondern auch wegen der tollen Zeit, die wir auf dem Bindlacher Berg haben durften, in Erinnerung bleiben. Wir bedanken uns insbesondere bei der LSG Bayreuth, die uns diesen großartigen Fliegerurlaub auf ihrem Platz ermöglichte und uns einen fantastischen Service bot.

Einpacken fällt schwer

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